Beiträge vom April 2009

Wer aufmuckt lebt besser!

30. April 2009

In einem Interview der Frankfurter Rundschau beschreibt der Wirtschaftspsychologe Peter Richter welche Auswirkungen übermäßige Anpassung aus Angst vor dem Jobverlust auf Beschäftigte hat.

Sein Credo: Wer regelmäßig aufmuckt und Konflikte eingeht, z.B. in dem er oder sie an Warnstreiks teilnimmt, lebt gesünder und hat ein gestärktes Selbstvertrauen, woruas weniger Streß entsteht und Mobbing im Betrieb verhindert wird. Ein aktives Engagement in Gewerkschaften verstärkt diese Wirkung noch!

Ich sage dazu: Aufmucken für ein besseres Leben!

Hier der Link zum Interview:  http://fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/?em_cnt=1738040&

Hinaus zum 1. Mai!

30. April 2009
1mai2009.jpgAm 1. Mai ist der 1. Mai: Der Internationale Kampftag der Arbeiterbewegung. Eingebürgert: Tag der Arbeit. Dieses Jahr finden am 1. Mai unter bundesweit zahlreiche Aktionen, Demos und Kundgebungen dem Motto “ARBEIT FÜR ALLE BEI FAIREM LOHN!”. Auch international wird der 1. Mai gefeiert. Seit dem Militärputsch 1980 auch erstmals wieder als gesetzlicher Feiertag in der Türkei.

Auch ich werde hier in Frankfurt/Main dabei sein um ein Zeichen zu setzten, dass gerade in der Krise es für alle wichtiger ist denn je sich gemeinsam gegen die Verursacher der Krise und ihre Mitläufer zu stellen und laut zu sagen “Wir zahlen nicht für eure Krise!”

Mach auch du mit! Beiteilige dich an den zahlreichen Aktionen der Gewerkschaften zum “Tag der Arbeit”. Bring die Großeltern und Geschwister mit, EhepartnerIn oder FreundIn. Und berichte später im Freundeskreis oder bei den Kollegen wie es war.

Du weißt nicht, wo was los ist? Kein Problem. Hier gibt es eine Aktions-Karte der NGG mit allen DGB-Veranstaltungen:

Du möchtest mehr zur Geschichte erfahren?

Streik 2.0 – Scheiße gegen beschissene Arbeitsbedingungen

13. April 2009

Ich bin neulig über einen Mail-Verteiler auf die Aktion “Jenseits des Helfersyndroms: Erster bundesweiter Scheiß-Streik” gestoßen. Dort geht es um eine neue Kapfform von ArbeitnehmerInnen gegen – im wahrsten Sinne des Wortes – beschissene Arbeitsbedingungen.

Auf der Akionsseite heißt es:  “Nach Bummelstreik, Generalstreik, Hungerstreik, Sitzstreik, Solidaritätsstreik oder Warnstreik gibt es jetzt den ersten bundesweiten Scheiß-Streik. Dieser richtet sich an alle Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen im ambulanten Pflege- und Assistenzbereich. Vom 27. April bis zum 27. Mai 09 findet der erste Online- und Versende-Streik für Lohnerhöhungen und bessere Arbeitsbedingungen statt!”

Durch diese Aktion sollen die Verantwortlichen im Pflegebereich, also Kommunen, Pflegedienstleister und Wohlfahrtsverbände, auf die niedrige Bezahlung und die desolaten Arbeitsbedingungen der Kolleginnen und Kollegen im Pflegebereich aufmerksam gemacht werden. Konkret heißt es, dass alle Kolleginnen und Kollegen aufgerufen werden, Kot in Kot-Probe-Röhrchen zu sammeln und an einige Verantwortliche zu senden, die auf der Aktionshomepage genannt sind und Verantwortung für die schlechten Arbeitsbedingungen in der Pflege tragen.

Ich unterstütze diese – wenn auch sehr eklige – Aktion. Gerade im Bereich der Pflege, wo es um direkte Betreuung von Menschen und deren Lebensqualität geht, wird gespart, gestrichen und gedeckelt. Die Leidtragenden sind die ArbeitnehrInnen einerseits, die immer mehr Arbeit in kürzerer Zeit erledigen müssen, aber auch die PatientInnen andererseits, die immer weniger und schlechter betreut werden können.

Ich habe in den letzten Jahren dazu, ein paar erschrekende Berichte gesehen. Hier kann man sie in Video-Archiven nachschauen:

Ich wünsche den Kolleginnen und Kollegen bei der Aktion viel Erfolg und Zupruch. Gute Arebeitsverhältnisse in der Pflege nutzen uns allen! Sei es als MitarbeiterIn, als AngehörigeR oder als PflegebedürftigeR…

Mehr Infos dazu und Tipps zum Mitmachen gibt es auf der Aktionswebseite: http://www.jenseits-des-helfersyndroms.de/