DIE LINKE

Neues WordPress-Theme für Kandidaten und Gliederungen der Partei DIE LINKE veröffentlicht!

29. August 2010
Screenshot DIE LINKE.Blog WordPress-Theme

Screenshot DIE LINKE.Blog WordPress-Theme

Heute nun veröffentliche ich endlich eine neue Version des DIE LINKE.Blog-Themes. Anlass dazu waren vor allem die Erweiterung von Theme-Funtionen durch die Einführung von WordPress 3.0.

Hier die Änderungen im Einzelnen:

  • Theme ist nur lauffähig ab WordPress-Version 3.x
  • Benutzerdefinierte Menüs können an 2 Stellen erstellt werden
  • Optimierung der Kommentarfunktion
  • Optimierung der Darstellung des Content-Meta-Bereichs
  • Seitennavigation nun vorhanden
  • Farbe der Hyperlinks standardmäßig auf rot gesetzt
  • Aufräumen des Codes und der Theme-Dateistruktur
  • Die Schriftgröße der Blog-Überschrift und der Blog-Beschreibung kann jetzt im Admin-Bereich über die Theme-Einstellungen vorgenommen werden
  • Optimierung der Darstellung von Bildern
  • Formatierung für viele Text-Strukturierungselemente (wie Zitate, etc.)
  • enthalten sind Formatierungen für die Plugins “Event-Manager”, “NextGen Gallery” und “Contactform 7?

Hier eine Beispielseite mit dem Theme: www.michael-schlecht-mdb.de

Das Theme kann hier heruntergeladen werden: http://www.vadim-reimer.de/downloads?did=5

An alle in NRW: 5 Gründe für DIE LINKE

04. Mai 2010

1. Wir bringen Frauen nach oben

DIE LINKE ist die einzige Partei, die in ihrer Wahlordnung eine konsequente Quotierung zwischen Frauen und Männern bei der Aufstelltung von Wahllisten vorschreibt. So sind mindestens die Hälfte der künftigen Abgeordneten der LINKEN Frauen. Wer Frauen in der Politik stärken will muss also DIE LINKE wählen!

2. Wir werden Rüttgers NICHT wählen

Im Gegensatz zu allen anderen Parteien werden wir Rüttgers nicht erneut zum Ministerpräsidenten wählen. Für alle anderen ist dies Verhandlungssache. Deshalb: Wer Rüttgers nicht mehr will, muss DIE LINKE wählen!

3. Wir wollen die Macht der Stromkonzerne brechen

Wir stehen als einzige Partei für den konsequenten Umbau der Stromversorgung hin zur erneuerbaren Energiegewinnung vor Ort. Anders als die Anderen wollen wir keinen Neubau von Kohlekraftwerken und die Verlängerung der Laufzeiten für die Atomkraft. Wer günstigen und sauberen Strom aus der Region will, muss also DIE LINKE. wählen!

4. Wir sind nicht gekauft

Als einzige Partei bekamen und bekommen wir keine Spenden von Konzernen und Wirtschaftsverbänden. Wir fordern sogar das generelle Verbot solcher Spenden an Parteien. Solche Spenden gefährden die Demokratie, denn schon oft wurden politische Entscheidungen zugunsten von Konzernen, mit Spenden an die Regierungsparteien honoriert. Wer eine unabhängige und eine an den Interessen der Bürgerinnen und Bürger ausgerichtete Politik haben möchte, muss also DIE LINKE. wählen!

5. Sozial, auch nach der Wahl

Wir sind die einzige Partei, die im Falle einer Regierungsbeteiligung Sozialabbau, Privatisierungen und Stellenabbau im öffentlichen Dienst konsequent ablehnt. Eine starke LINKE in NRW ist auch ein Signal für die Bundespolitik: endlich die Finanzwirtschaft zu regulieren, die Bundeswehr aus Afghanistan abzuziehen und den Mindestlohn flächendeckend einzuführen! Rot-Grün braucht einen sozialen Aufpasser im Landtag. Wer will, dass sich was ändert, muss also DIE LINKE. wählen!

Wir freuen uns auf Europa! – Erfolgreicher Europaparteitag der LINKEN

02. März 2009

Am Wochende fand der Europaparteitag der LINKEN in Essen statt. Neben der Bundesliste mit den Kandiditatinnen und Kandidaten wurde auch ein Europa-Programm verabschiedet.

Für ein Europa der Menschen!

Das ist das Bekenntnis des Europa-Programms der LINKEN für die Wahl im Juni. Jawohl, DIE LINKE. ist eine Europa-freundliche Partei. Obwohl dies von den meisten Medien verneint wird. Doch wieso? Etwa wegen der konsequenten Ablehnung des Lisabonner Vertrags? Mich würde es interessieren, wer dieses komplizierte Regelwerk überhaupt gelesen, und sich damit auseinander gesetzt hat?

In den meisten Medien wird darauf hingewiesen, dass der Vertrag bessere Abstimmungsregelungen im Rat hat, und die Rolle der nationalen Parlamente stärkt. Außerdem erhöht er die Arbeitsfähigkeit der EU-Komission, in dem sie verkleinert wird und schafft die Position des “Hohen Vertreters für auswärtige Angelegenheiten”, also eines EU-Außenministers.
Auch wenn dies alles stimmt und ich diese Vorhaben befürworte, muss man trotzdem auch auf die enormen Schattenseiten des Vertrags hinweisen: Verpflichtung der ständigen militärischen Aufrüstung, Festsetzung der offenen Marktwirtschaft, Zementierung des Verstoßes gegen die Gewaltenteilung, usw… Und das alles mit Verfassungsrang!
Meiner Meinung nach lehnt DIE LINKE diesen Vertrag zurecht ab und klagt dagegen beim Bundesverfassungsgericht. Sie dafür als europafeindlich zu bezeichnen ist absurd! Vor allem im Hinblick auf das fortschrittliche Europa-Programm der LINKEN.
Europa muss endlich demokratisch, sozial, friedlich, solidarisch und ökologisch werden.
DIE LINKE hat dafür eine Reihe von Ideen und konkreten Vorschlägen!

Mehr Hintergründe zur Kritik an der derzeitigen EU und des Lissabon-Vertrages liefert ein Vortrag von Prof. Dr. Schachtschneider, den man hier als Video-Stream anschauen kann: http://video.google.de/videoplay?docid=-55…

Die Liste

Ob die Liste nun zwischen allen Gruppen in der Partei ausgewogen ist oder nicht, interessiert mich recht wenig. Und ob nun die Realo-Ossis, die Revolluzzer-Wessis oder die männlichen bärtigen Gewerkschafter sich durchgesetzt haben, will ich doch lieber den scheinbar beschäftigungslosen Partei-Analysten der Presse und der Partei überlassen (Hier ein Beispiel aus der taz vom 03.03.2009). Ich finde an solchen stupiden Debatten keinen Gefallen.

Gut finde ich dagegen, dass der engagierte EP-Abgeordnete Tobias Pflüger auf einen aussichtsreichen Platz gewählt wurde. Ich habe ihn sehr oft auf verschiedenen Veranstaltungen und Aktionen gehört und gesehen. Er verstand es dabei immer, die Basis über die Ereignisse im Parlament und der EU bestmöglichst aufzuklären und auf Sachverhaltze hinzuweisen, die sonst kaum einen erreicht hätten. Ich freue mich über die Wahl von Tobias und wünsche ihm, sowie allen anderen gewählten Kandidatinnen und Kandidaten viel Erfolg und eine gute Zusammenarbeit in der künftigen Fraktion. Auch ganz besonders freue ich mich für Sascha Wagener, einem Weggefährten aus der Linksjugend ['solid]. Er hat schon seit langem die Europa-Politik zu seinem Schwerpunkt gemacht. Außerdem bin ich sicher, dass Sascha künftig eine wichtige Stimme für die europäische Jugendbewegung sein wird.

Zum Schluss

Zum Schluss möchte ich noch anmerken, dass ich mich riesig auf den Europa-Wahlkampf freue. Europäische Poltik berührt uns alle, mehr noch als wir glauben. Gerüchten zufolge werden ca. 60-70% aller Entscheidungen, die die deutsche Politik macht, mehr oder minder von der EU beeinflusst. Doch ich bin davon nicht abgeschreckt und finde es gut, dass wir immer mehr europäische Standards besitzen, und somit mit den anderen europäischen Staaten immer näher rücken.
Wichtig ist nur, dass das weitere Zusammenwachsen mit unseren Nachbarn auf eine demokratische und solidarische Weise erfolgt. Dafür kämpfe ich und dafür kämpft auch DIE LINKE!

Aktion: Umbennenung der Uni Frankfurt

25. April 2008

Am 22. April wurde die JWG-Universität, anlässlich des 40. Jahrestages ihrer Umbennenung im Jahr 1968, in die “Karl-Marx-Universität Frankfurt am Main” umbenannt. AktivistInnen der Hochschulgruppe DIE LINKE.SDS Frankfurt am Main – unter anderem auch ich – wollten damit ein Zeichen gegen den neoliberalen Umbau der Hochschulen setzen und damit gegen die Straffung der Studienzeiten, schlechte Lernbedingungen, die Umwandlung zur Stiftungsuniversität und die Entdemokratisierung der Hochschulen protestieren.

Die Aktion fand an diesem Tag parallel in mehreren anderen deutschen Hochschulen statt. Der Studierendenverband DIE LINKE.SDS wollte damit auch auf seinen Kongress “40 Jahre 1968 – Die letzte Schlacht gewinnen wir!”, der vom 2. bis 4. Mai in Berlin stattfindet, aufmerksam machen. Dieser Kongress wird, mit über 1000 Teilnehmenden, wohl der größte Kongress zur Studierendenrevolte 1968 sein.

Ein kurzer Bericht zum Ablauf der Aktion kann auf den Seiten der Frankfurter Rundschau abgerufen werden: http://www.fr-online.de/frankfurt…

Hier noch ein Foto unserer Aktion vor der Neuen Mensa, Campus Bockenheim:


Linksjugend ['solid] hat ein neues Programm…

10. April 2008

Am 05.-06. April 2008 gab sich der Jugendverband der Partei DIE LINKE. in Leipzig ein neues Programm. Ich war selbst als Delegierter dort und hatte bei meiner Fahrt nach Leipzig noch den Gründungskongress der Linksjugend ['solid] im Mai 2007 in Berlin im Kopf.

Auf dem Berliner Kongress vor einem Jahr ging es heiß her, es galt aus den damals 3 Jugendstrukturen der neuen Partei einen gemeinsamen Verband zu erschaffen. Dies ist leider nicht so einfach wie es sich anhört, da keiner der 3 Verbände seine Identität im neuen Verband verlieren mochte und der Jugendverband ['solid] die Mehrheit der Delegierten stellte. Es kam wie es kommen musste, die Delegationen stellten unterschiedliche Anträge zu gleichen Sachverhalten und die Delegierten von ['solid] boxen ihre Anträge mit der Stimmenmehrheit durch. Der Kongress verlief alles andere als entspannt und friedlich. Es häuften sich Beleidigungen und Schuldzuschiebungen. Die Delegierten der Minderheitsorganisationen forderten vermehrt Unterbrechungen für “Delegationsbesprechungen” und es herrschte ein allgemeines Klima des Misstrauens in der Luft. Nach stundenlangen Diskussionen über verschiedene Programmpapiere, wurde der Punkt Programm erstmal auf den nächsten Kongress verschoben. Die Satzungsdebatte war noch schwieriger für alle Beteilgten. Knackpuntke dabei waren vor allem das Höchstalter der Mitgliedschaft, die Stellung zur Partei, die Quottierung des BundessprecherInnenrates und natürlich der Name des Jugendverbandes. Naja, irgendwie wurde der neue Jugendverband doch noch gegründet in dem eine neue Satzung verabschiedet und ein gemeinsamer Bundesvorstand gewählt wurde. Trotzdem hinterließ dieser Kongress tiefe Narben im Verband und dass es 2008 wieder ähnlich eskalieren würde war eine Befürchtung, die nicht nur von mir geteilt wurde.

In Leipzig angekommen, war ich von der guten und friedlichen Stimmung unter den Delegierten überrascht. Ich denke, dass allen klar war, es kann keinen neuen Jugendverband geben wird und ein Programm für die Linksjugend ['solid] auf jeden Fall stehen muss. So wurde dann am Samstag, nach ein paar satzungsänderden Änträgen, mit der Programmdebatte begonnen.

Es lagen insgesamt neben dem Programmvorschlag des BundessprecherInnenrates noch ca. 140 Änderungsanträge und ca. 10 Änderungsanträge zu Änderungsanträgen vor. So was passiert eben, wenn man die Antragsfrist auf den Eröffnungsabend des Bundeskongresses legt. Ich denke es war die schiere Fülle an Anträgen und der enge Zeitplan, der die Delegierten disziplinierte eine ordendliche und nicht ausscheifende Debatte um dieses Programm zu führen. Ich als Delegierter des nun schon 7. Bundeskrogresses dieses Jugendverbandes war wirklich außerordentlich positiv davon überrascht.

Doch nun zum Inhalt des neuen Programms:

Das neue Programm kann hier im Original gelesen werden…
Ich finde es im Großen und Ganzen gelungen. Auch wenn ich es mir doch erheblich kürzer und unpräziser gewünscht hätte. Einige Anmerkungen möchte ich aber trotzdem loswerden und damit Impulse für die weitere Debatte einbringen.
Intro+ Wer wir sind:
Schon am Anfang besteht eine starke Fixierung an das Wirtschaftssystem. Als ob die Auswirkungen des Kapitalismus nur an der Profit und Marktlogik hängt. Gesellschaftliche Missstände entstehen meiner Meinung nach nicht nur in der Art und Weise wie gewirtschaftet wird, sondern auch in der Frage der Auswirkung des Patriarchats, der Existenz von National- oder Volksbewusstseins und der gesellschaftlichen Werte im Allgemeinen. Im Bezug auf die inhaltlichen Kapitel des Programms, hätte ich auf einen analytischen Teil im diesem Abschnitt verzichtet und nur kurz die Grundlagen unseres Jugendverbandes beschrieben.
Bildung:
Was mich in diesem Abschnitt besonders stört ist die undifferenzierte Forderung nach der Abschaffung von Privatschulen. Ich denke, dass gute staatliche allgemeinbildende Schulen keinen Ersatz in Form von Privatschulen brauchen, da in diesen es nur zu einer Selektion nach Vermögen kommt. Allerdings sehe ich in der weiterführenden bzw. „Erwachsenenbildung“ durchaus sinnvolle Felder für Privatschulen. Zum Beispiel in der beruflichen Weiterbildung oder Bildungseinrichtungen von NGOs. Diese Privatschulen sollten aber nicht profitorientiert arbeiten oder über die Einkommensverhältnisse selektieren. Der Zweck sollte eine demokratische Ausbildung ermöglichen, die keinen staatlichen Zwängen unterliegt.
Die Regelung zur Ausbildungsplatzumlage mit einer Ausbildungsquote von 10% ist für ein Grundsatzprogramm zu konkret. Es fehlt auch die Begründung und Erläuterung dazu. Solche Forderungen sollten in einem extra Positionspapier ausgearbeitet werden.
Die Forderung nach einer elternunabhängigen Grundsicherung ist weder weiter beschrieben oder begründet. Ich persönlich kann mir drunter eher ein elternunabhängiges BAFöG, welches nicht zurückgezahlt werden muss, vorstellen. Auch diese Forderung sollte eher in einem besonderem Positionspapier ausgearbeitet werden.
Demokratie und Selbstbestimmung:
Die Partizipation an Wahlen und direkten Abstimmungen wird nur Bürgerinnen und Bürgern zu gesprochen. Doch was heißt das? Bisher dachte ich, dass wir uns als linker Jugendverband für das Wahlrecht von Nichtdeutschen aussprechen. Diese Forderung fehlt mir hier völlig. Auch die Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre wird nicht erwähnt.
Gegen Krieg:
Die Forderung nach Enteignung der Rüstungsbetriebe ist sicherlich gut, wobei ich eher den Ausdruck Überführung in demokratische Lenkung favorisieren würde. Was mir fehlt ist, das dabei kein verbot der Waffenproduktion gefordert wird. Dies halte ich für essentiell und würde eine Vergesellschaftung der Rüstungsindustrie sogar überflüssig machen.
Lohnarbeit:
Ich finde die Beschreibung der digitalen Stechuhr geht doch sehr an der Realität vorbei. Heute ist eher ein Trend zur Projektarbeit und „Verantwortung“ für die eigene Arbeit(-szeit) im Vordergrund vieler Managementkonzepte. Die ArbeitnehmerInnen sollen dabei selbst für ihr handeln verantwortlich sein. Dies soll einen Schein von selbstständiger Arbeit erwecken, bei der man sein Tempo selbst bestimmen kann. Doch ist dies umgekehrt ein Weg die Menschen zur Selbstausbeutung anzuregen und längere Arbeitszeiten als „selbstgewollte“ Entscheidung zu verstecken. Ich denke diesen Aspekt gilt noch mehr herauszuarbeiten.
Gender:
Der Jugendverband fordert im Programm die Überwindung der Geschlechterrollen auf allen Ebenen. Wird diesem aber in meinen Augen selbst nicht gerecht. Die Frauenquote ist laut Satzung bei allen Gremienwahlen zu berücksichtigen und zementiert somit die Geschlechterdifferenzierung im Jugendverband. Sicherlich ist die Quote ein sinnvolles Instrument für die Gleichberechtigung im Verband, aber der Forderung aus dem Programm entspricht es meines Erachtens in keinster Weise.
Menschenrechte:
Bei den Menschenrechten wird nicht klar präzisiert, welche denn damit gemeint sind. Ist auch der Schutz des Eigentums ein aus unseren Augen schützenswertes Recht? Wie wäre dann eine Etablierung eines sozialistischen Systems möglich? Ich denke dieser Punkt sollte differenzierter aufgestellt werden und eher die politischen, kulturellen und sozialen Grundrechte in den Vordergrund stellen. Ich finde eine Debatte im Jugendverband über wirtschaftliche Rechte sinnvoll. Der Programmpunkt läuft nämlich so wie er ist unseren Forderungen nach einer demokratischen und kooperativen Wirtschaftsform entgegen.