Wir freuen uns auf Europa! – Erfolgreicher Europaparteitag der LINKEN

02. März 2009 DIE LINKE

Am Wochende fand der Europaparteitag der LINKEN in Essen statt. Neben der Bundesliste mit den Kandiditatinnen und Kandidaten wurde auch ein Europa-Programm verabschiedet.

Für ein Europa der Menschen!

Das ist das Bekenntnis des Europa-Programms der LINKEN für die Wahl im Juni. Jawohl, DIE LINKE. ist eine Europa-freundliche Partei. Obwohl dies von den meisten Medien verneint wird. Doch wieso? Etwa wegen der konsequenten Ablehnung des Lisabonner Vertrags? Mich würde es interessieren, wer dieses komplizierte Regelwerk überhaupt gelesen, und sich damit auseinander gesetzt hat?

In den meisten Medien wird darauf hingewiesen, dass der Vertrag bessere Abstimmungsregelungen im Rat hat, und die Rolle der nationalen Parlamente stärkt. Außerdem erhöht er die Arbeitsfähigkeit der EU-Komission, in dem sie verkleinert wird und schafft die Position des “Hohen Vertreters für auswärtige Angelegenheiten”, also eines EU-Außenministers.
Auch wenn dies alles stimmt und ich diese Vorhaben befürworte, muss man trotzdem auch auf die enormen Schattenseiten des Vertrags hinweisen: Verpflichtung der ständigen militärischen Aufrüstung, Festsetzung der offenen Marktwirtschaft, Zementierung des Verstoßes gegen die Gewaltenteilung, usw… Und das alles mit Verfassungsrang!
Meiner Meinung nach lehnt DIE LINKE diesen Vertrag zurecht ab und klagt dagegen beim Bundesverfassungsgericht. Sie dafür als europafeindlich zu bezeichnen ist absurd! Vor allem im Hinblick auf das fortschrittliche Europa-Programm der LINKEN.
Europa muss endlich demokratisch, sozial, friedlich, solidarisch und ökologisch werden.
DIE LINKE hat dafür eine Reihe von Ideen und konkreten Vorschlägen!

Mehr Hintergründe zur Kritik an der derzeitigen EU und des Lissabon-Vertrages liefert ein Vortrag von Prof. Dr. Schachtschneider, den man hier als Video-Stream anschauen kann: http://video.google.de/videoplay?docid=-55…

Die Liste

Ob die Liste nun zwischen allen Gruppen in der Partei ausgewogen ist oder nicht, interessiert mich recht wenig. Und ob nun die Realo-Ossis, die Revolluzzer-Wessis oder die männlichen bärtigen Gewerkschafter sich durchgesetzt haben, will ich doch lieber den scheinbar beschäftigungslosen Partei-Analysten der Presse und der Partei überlassen (Hier ein Beispiel aus der taz vom 03.03.2009). Ich finde an solchen stupiden Debatten keinen Gefallen.

Gut finde ich dagegen, dass der engagierte EP-Abgeordnete Tobias Pflüger auf einen aussichtsreichen Platz gewählt wurde. Ich habe ihn sehr oft auf verschiedenen Veranstaltungen und Aktionen gehört und gesehen. Er verstand es dabei immer, die Basis über die Ereignisse im Parlament und der EU bestmöglichst aufzuklären und auf Sachverhaltze hinzuweisen, die sonst kaum einen erreicht hätten. Ich freue mich über die Wahl von Tobias und wünsche ihm, sowie allen anderen gewählten Kandidatinnen und Kandidaten viel Erfolg und eine gute Zusammenarbeit in der künftigen Fraktion. Auch ganz besonders freue ich mich für Sascha Wagener, einem Weggefährten aus der Linksjugend ['solid]. Er hat schon seit langem die Europa-Politik zu seinem Schwerpunkt gemacht. Außerdem bin ich sicher, dass Sascha künftig eine wichtige Stimme für die europäische Jugendbewegung sein wird.

Zum Schluss

Zum Schluss möchte ich noch anmerken, dass ich mich riesig auf den Europa-Wahlkampf freue. Europäische Poltik berührt uns alle, mehr noch als wir glauben. Gerüchten zufolge werden ca. 60-70% aller Entscheidungen, die die deutsche Politik macht, mehr oder minder von der EU beeinflusst. Doch ich bin davon nicht abgeschreckt und finde es gut, dass wir immer mehr europäische Standards besitzen, und somit mit den anderen europäischen Staaten immer näher rücken.
Wichtig ist nur, dass das weitere Zusammenwachsen mit unseren Nachbarn auf eine demokratische und solidarische Weise erfolgt. Dafür kämpfe ich und dafür kämpft auch DIE LINKE!

Zukunft der Mobilität? Zwei Szenarien wie es mit Autos weitergeht

19. Februar 2009 Wirtschaft

Ein Bericht aus der FR vom 18.02.2009
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/panorama/?em_cnt=1677761&em_cnt_page=1

Heute: “Welttag für menschenwürdige Arbeit”

07. Oktober 2008 Arbeit
Unterschreiben für faire Arbeit!Heute findet der “Welttag für menschenwürde Arbeit” statt. Dazu rufen der Internationale und der Europäische Metallgewerkschaftsbund auf. Guy Ryder, Generalsekretär beim Internationalen Gewerkschaftsbund, fordert fundamentale Veränderungen, die Fairness und Gleichheit wieder in den Mittelpunkt der Politik rücken, so dass die Globalisierung allen nutzt – und nicht nur einer Handvoll Priviligierter.

In Deutschland finden dazu vereinzelt Aktionen statt. Die IG Metall fokussiert sich dabei auf das Thema der Leiharbeit. In meinen Augen eine moderne Form der Sklavarei…

Eigentlich müsste nach dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG), aus dem Jahre 2003, für jede/n Leiharbeiter/in die gleichen Bedingungen wie für die Stammbelegschaften gelten. Das Prinzip des “equal pay-equal treatment” also. Doch dank dem Industriehörigen Ex-Arbeitsminister Wolfgang Clement (jetzt RWE) kam ein Passus in das Gesetz, der es erlaubt, dass von den Gleichheitsbedingungen abgewichen werden kann, wenn die Leihabreitsfirma einen Tarifvertrag abschließt und die Abweichungen dort regelt.

Sofort baten sich die Christlichen Gewerkschaften (www.cgb.info) den Leihabreitsfirmen an und schloßen eine Tarifgemeinschaft, die CGZP (Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften für Zeitarbeits und Personalserviceagenturen). Ich denke, allein der Name -Gewerkschaft FÜR … Personalserviceagenturen- sagt schon alles. Eine kurze Zeit später gab es bereits die ersten Tarifverträge mit Stundenlöhnen zwischen 5-6 Euro und Überstundenregelungen (genannt Arbeitszeitkonten), die es den Unternehmen erlauben, die erbrachten Überstunden der ArbeitnehmerInnen und Arbeitnehmer, in verleihfreien Zeiten einfach vom Konto abzuziehen, und somit nicht zu vergüten.

Der kurz darauf gegründeten Tarifgemeinschaft des DGB blieb nichts anderes übrig als selbst einen Tarifvertrag mit 2 Verbänden der Leiharbeitsfirmen abzuschließen. Obwohl der DGB immer hinter der Forderung des “equal pay-equal treatment” stand und steht. Die Tarifverträge des DGB sind zwar um einiges besser als die der “Christlichen” und enthalten keine Fallstricke für Arbeitnehmer, wie etwa die Regelungen zu den Arbeitszeitkonten, nichtsdestotrotz sind sie aber doch nur ein Ergebnis des “kollektiven Betteln”, da es in der Leiharbeitsbranche einfach nicht möglich scheint, die Beschäftigten streikfähig zu organisieren. Dies ist vor allem deswegen so schwer, weil die Menschen ja alle in verschiedenen Betrieben eingesetzt sind und sich untereinander nicht kennen, aber auch deshalb, weil die meisten Leiharbeit als etwas vorübergehendes Betrachten und durchschnittlich nur 3-4 Monate bei dem Leihunternehmen arbeiten.

Doch die DGB-Gewerkschaften versuchen auch auf andere Weise die Bedingungen für Leiharbeit zu verbessern. Etwa das Fairnessabkommen der IG Metall. Dabei vereinbart die IG Metall entleihende Unternehmen aus ihrem Tarifbeich dazu zu verpflichten keine Leiharbeiter/innen aus Betrieben zu entleihen, die auf einer Liste der IG Metall stehen, weil sie miserabelste Bedingungen, wie etwa die CGZP Tarifverträge haben. Die Aktion zeigt bereits erste Erfolge, und auch eine erste Klage der angezeigten Leiharbeitsunternehmen wurde vom Arbeitsgericht Frankfurt abgewiesen.

Um mehr Informationen zu diesem Thema zu erhalten, empfehle ich folgende Links weiterzuverfolgen:

Informationen und Argumente für und gegen Leiharbeit: http://www.gleichearbeit-gleichesgeld.de/hintergrund/

Online-Unterstützen der IG Metall-Kampagne “Gleiche Arbeit-Gleiches Geld”: http://www.gleichearbeit-gleichesgeld.de/kampagne/unterstuetzen/

RBB-Dokumentation zu Leiharbeit bei “Kontraste” vom 02.10.2008: http://www.rbb-online.de/_/kontraste/beitrag_jsp/key=rbb_beitrag_8041817.html

SWR-Dokumentation zu den Methoden und Wesen der Christlichen Gewerkschaften in “Report Mainz” vom 10.12.2007: http://www.swr.de/report/-/id=233454/nid=233454/did=2769040/vs2ba/index.html

Private Krankenversorgung? Gewinne kennen keine Daseinsvorsorge!

06. Oktober 2008 Politik

Heute bin ich auf einen sehr interessanten Blog gestoßen. Name: Rhoenwatch
Dort geht es um die Privatisierungen der Unikliniken Gießen und Marburg, die beide vom Krankenhauskonzern Rhoen-Kliniken AG übernommen wurden.

Im Blog berichten Patienten, Angehörige, Angestellte, Ärzte und Bürgerinnen und Bürger über ihre Erfahrungen seit der Privatisierung. Ob fehlgeschlagene Operationen oder Mobbing von Angestellten, der Kostendruck heizt dies und noch viel mehr an.
Die Berichte in diesem Blog sind ein gutes Beispiel für eine verfehlte Ideologie des “Privat macht alles besser!” Wie soll das auch funtionieren? Krankenhäuser sind Teil einer öffentlichen Daseinvorsorge, die unabhängig von Kosten oder zahlungskräftiger Kundschaft funktionieren muss. Und das hat der Staat, also wir alle, gefälligst mit den Beiträgen und Steuereinnahmen zu finanzieren, weil jeder von uns von einer guten Krankenversorgung profitiert und darauf angewiesen ist.

Aber lest selbst die Erfahrungsberichte im Blog unter www.rhoenwatch.de/blog/

Klimawandel mit Atomstrom stoppen???

11. Juli 2008 Politik

Spätenstens seit dem G8-Gipfel diese Woche in Japan, mehren sich Stimmen, wonach sich der Klimawandel nur mit dem Ausbau von nuklearer Stromerzeugung stoppen lässt. Die Argumente scheinen klar und mit den steigenden Strompreisen lassen sich scheinbar auch viele Atomstrom-Gegner doch noch von der “billigen” Alternative überzeugen. Doch was ist dran an den Argumenten der Atom-Lobby? Stimmen die hoffnungsvollen Botschaften vom Atom-Paradies wirklich? Diesen Argumenten hat sich die taz in ihrer heutigen Ausgabe gestellt und sie überprüft…

Hier nachzulesen: http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/…

Frauen: Arbeitende 2. Klasse!

29. Mai 2008 Arbeit

Mal wieder bestätigt sich die Tatsache, dass die Arbeitsleistung von Frauen auch in unserer doch so modernen Gesellschaft weniger Wert hat als die ihrer männlichen Kollegen. In Hamburg gab es nun eine Untersuchung, wonach Frauen bei gleicher Arbeit fast 800 Euro im Monat weniger verdienen. Die Tatsache, dass internationale Abkommen, wie der Pakt über wirtschaftliche, kulturelle und soziale Rechte der UN oder die Europäische Sozialcharta, somit in Deutschland nun schon seit 40 Jahren nicht umgesetzt sind, sollte nun ALLE dazu bewegen sich für gleichte Rechte zwischen den Geschlechtern einzusezten…

Hier nun der Bericht: http://www.abendblatt.de/daten/2008/05/28…

Mitbestimmung lohnt sich!

15. Mai 2008 Wirtschaft

Ein Bericht der Süddeutschen Zeitung bestätigt, die von den Gewerkschaften lange hervorgehobene positive Auswirkungen von Arbeitnehmermitbestimmung in Betrieben. Der Bericht besagt, dass durch die Mitbestimmung in Betriebsräten, das Arbeitsklima und die Produktivität steigt und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mehr verdienen.

Nun, das ist erstmal positiv, doch sollte es meiner Meinung nach nicht bei der jetztigen Mitbestimmung bleiben. Die Abschaffung des Lohnsystems und die Einführung einer Wirtschaftsdemokratie sind Ziele, auf die die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den Betrieben und alle anderen in der Gesellschaft für eine gerechtere Welt zuarbeiten sollten.

Hier der Bericht der Süddeutschen: http://www.sueddeutsche.de/,ra7l…

Bahnprivatisierung gescheitert

06. Mai 2008 Politik

Die Bahnprivatisierung ist in aller Munde. Nun hat die Bundesregierung das SPD Modell beschlossen, wonach der Einstieg in den Ausstieg des Staates aus der DB vollzogen wird. Warnsignale aus anderen Ländern wie z.B. England, wo die Bahn bereits vor Jahren privatisiert worden war, werden von der Bundesregierung ignoriert.

Die englische Bahn ist seit der Privatisierung marode, unpünktlich, störanfällig und bietet alles andere als guten Service für ihre Kunden. Auch die Arbeitnehmer werden gepresst und mussten Lohneinbußen, längere Arbeitszeiten und unsichere Beschäftigungsverhältnisse hinnehmen. Bevor die Bahn ganz und gar unbenutzbar zu werden drohnte kaufte die britische Regierung nun das Schienennetz zurück. Auch Neuseeland tut dies nun.

Alle Auswirkungen der vollkommen bescheuerten Privatitiesung der neuseeländischen Bahn, kann mensch hier in einem Artikel der FR nachlesen…
http://fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/?em_cnt=1329795

Es geht auch anders! Alternative Wirtschaftspolitik

30. April 2008 Wirtschaft

“Investieren und Arbeitszeit verkürzen” so stellt die FR die Empfehlungen der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik für die Wirtschaftspolitik der folgenden Jahre vor. Die Vorschläge der neoliberalen und Mainstream Ökonomen werden hier in ihrer Sinnhaftigkeit widerlegt. Eine gute Wirtschaftschaftspolitik , die allen Menschen dient, beruht eben nicht auf Wettbewerbsfähigkeit und Abbau von staatlichen Investitionen. Die Wirtschaft muss schließlich den Menschen dienen und nicht umgekehrt…

Hier gehts zum Bericht der FR: http://www.fr-online.de/in_und_ausland/…

Aktion: Umbennenung der Uni Frankfurt

25. April 2008 DIE LINKE

Am 22. April wurde die JWG-Universität, anlässlich des 40. Jahrestages ihrer Umbennenung im Jahr 1968, in die “Karl-Marx-Universität Frankfurt am Main” umbenannt. AktivistInnen der Hochschulgruppe DIE LINKE.SDS Frankfurt am Main – unter anderem auch ich – wollten damit ein Zeichen gegen den neoliberalen Umbau der Hochschulen setzen und damit gegen die Straffung der Studienzeiten, schlechte Lernbedingungen, die Umwandlung zur Stiftungsuniversität und die Entdemokratisierung der Hochschulen protestieren.

Die Aktion fand an diesem Tag parallel in mehreren anderen deutschen Hochschulen statt. Der Studierendenverband DIE LINKE.SDS wollte damit auch auf seinen Kongress “40 Jahre 1968 – Die letzte Schlacht gewinnen wir!”, der vom 2. bis 4. Mai in Berlin stattfindet, aufmerksam machen. Dieser Kongress wird, mit über 1000 Teilnehmenden, wohl der größte Kongress zur Studierendenrevolte 1968 sein.

Ein kurzer Bericht zum Ablauf der Aktion kann auf den Seiten der Frankfurter Rundschau abgerufen werden: http://www.fr-online.de/frankfurt…

Hier noch ein Foto unserer Aktion vor der Neuen Mensa, Campus Bockenheim: